Page 13 - Rituale - in Beratung und Therapie
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Problemen und Veränderungsnotwendigkeiten und deren Umsetzung in
Sprache bauen, sondern auf Verankerung der Veränderung im
Vorbewussten, im Symbolischen, in der Routine des Alltags wie im
affektiven Leben abzielen.
Besonders das neurolinguistische Programmieren (NLP) beinhalte viele
Elemente und Konzepte die sich unmittelbar bzw. mittelbar in die
Ritualarbeit übertragen lassen. Genannt sei hier u.a. die Arbeit mit
Methapern, die Milton-Sprache sowie die Hypnose. Weiter folgen viele
NLP-Konzepte dem Grundaufbau eines Rituals, wie sich später zeigen
wird.
Die vorliegende Arbeit wird sich im folgenden mit dem Ritualbegriff, den
Wirkweisen, Formen und Abgrenzungen beschäftigen. Besondere
Beachtung findet hierbei die Hinführung zur Transzendenz, die für
Wirkung und Begrifflichkeit eines Rituals unerläßlich scheint. Den
Abschluss und Hauptteil der Arbeit bildet die Beschreibung eines
Ritualbogens. Dieser konzeptionelle Ansatz soll dem Leser / der Leserin
Hinweise und Anregungen geben, den äußeren Rahmen eines Rituals
so zu gestalten, das die Spannung / Energie in einer Weise gesteigert -
und auch wieder heruntergefahren wird - das der Klient / die Klientin die
eigentliche Veränderungsarbeit in einem höheren, sinngebenden
Zusammenhang erlebt und damit die Wirksamkeit der eingesetzten
Interventionen und die Übertragung in den Alltag gesteigert und
verankert wird.
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